Das Herz schlägt „lub-dub" — und jeder Schlag ist ein kleine Ingenieursleistung. Hier sind die Fakten, ohne Panik.
## Der Rhythmus: lub-dub
- „Lub" = die Herzklappen zwischen Vorhöfen und Kammern schließen sich (Systole beginnt). „Dub" = die Taschenklappen schließen (Diastole). Zwei Geräusche, ein Schlag — deshalb hört sich ein Herzschlag gedoppelt an.
- Der Taktgeber ist der Sinusknoten — ein winziges Gewebe-Stück, das sich selbst reizt. Etwa 60–100 Schläge/Minute in Ruhe; Sportlerinnen und Sportler oft bei 40–60 (das Herz ist einfach effizienter).
## Ruhepuls — was normal ist
- Erwachsene: 60–100/Minute gilt als normal. Dauerhaft deutlich darüber (in Ruhe) oder unregelmäßige Aussetzer: ärztlich abklären.
- Nach Belastung braucht das Herz Minuten bis Stunden, um zum Ruhepuls zurückzukehren — je schneller, desto besser trainiert („Erholungspuls" ist ein Fitness-Signal).
- Nachts sinkt der Puls im Schlaf oft unter 60 — das ist normal und sogar gut.
## Wann zum Arzt?
- Puls >120 in Ruhe ohne Anlass, Pausen/Stolpern, Schwindel mit Herzrasen, Brustschmerz oder Atemnot → zeitnah ärztlich klären (beim Brustschmerz sofort).
- Messen: 30 Sekunden Puls an Handgelenk/Hals × 2 — ruhig sitzend, idealerweise morgens.
## Was das Herz stark hält
- Ausdauerbewegung (auch zügiges Gehen), Gewicht im Blick, Rauchstopp, Blutdruck/Zucker im Blick, Schlaf.
- Das stärkste „Herz-Medikament" bleibt: 150+ Minuten Bewegung pro Woche — WHO-Empfehlung.
## Fazit
Das lub-dub ist der zuverlässigste Motor, den du hast. Hör hin, aber panikfrei: Unregelmäßigkeiten, die bleiben, gehören in ärztliche Hände — alles andere erledigt der Alltag.
Weiterlesen: RKI „Herz-Kreislauf-Erkrankungen" · WHO-Faktenblatt körperliche Aktivität · Deutsche Herzstiftung
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Faktenstand nach WHO/RKI, geprüft am 19.09.2026.
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